Lösungsschema
Optimierungsaufgaben löst man systematisch in fünf Schritten:
Lösungsschema für Optimierungsaufgaben:
- Skizze anfertigen und Variablen einführen
- Hauptbedingung aufstellen (die Größe, die optimiert werden soll)
- Nebenbedingung aufstellen (die einschränkende Bedingung)
- Nebenbedingung in die Hauptbedingung einsetzen (Zielfunktion mit nur einer Variable)
- Zielfunktion ableiten, Nullstelle der Ableitung bestimmen und Extremum prüfen
Haupt- und Nebenbedingung
Hauptbedingung (HB): Beschreibt die Größe, die maximiert oder minimiert werden soll (z.B. Fläche, Volumen, Kosten, Gewinn).
Nebenbedingung (NB): Gibt eine Einschränkung an, die erfüllt sein muss (z.B. fester Umfang, gegebenes Material, bestimmte Summe).
Tipp: Die Hauptbedingung enthält meist zwei Variablen. Durch Einsetzen der Nebenbedingung reduziert man auf eine Variable -- so entsteht die Zielfunktion, die man ableiten kann.
Beispiel 1: Maximale Fläche
Beispiel 2: Minimales Material
Randwerte beachten
Wichtig: Bei Optimierungsaufgaben muss der Definitionsbereich der Zielfunktion beachtet werden. Oft gelten Einschränkungen wie \(a > 0\) oder \(0 < a < 50\). Das globale Optimum kann auch am Rand des Definitionsbereichs liegen!
Prüfe immer: Ist die gefundene Extremstelle auch im zulässigen Bereich? Und vergleiche den Extremwert mit den Randwerten!
Übungen
Was beschreibt die Hauptbedingung bei einer Optimierungsaufgabe?
Zwei positive Zahlen haben die Summe 20. Welches Produkt ist maximal?
Warum setzt man die Nebenbedingung in die Hauptbedingung ein?
Ein Rechteck soll mit einer Seite an einer Mauer liegen (dort kein Zaun nötig). Mit 60 m Zaun für die drei freien Seiten: Welche Breite \(b\) ergibt die maximale Fläche?
Welche Form hat ein Rechteck mit maximalem Flächeninhalt bei gegebenem Umfang?