Geraden mit Vektoren beschreiben

Eine Gerade in der Ebene lässt sich auf verschiedene Weisen beschreiben. Die aus der Unterstufe bekannte Form \(y = kx + d\) ist nur eine Möglichkeit. In der Vektorrechnung verwenden wir:

  • Parameterdarstellung: \(X = P + t \cdot \vec{r}\) — ein Punkt plus ein Parameter mal Richtungsvektor
  • Normalvektordarstellung: \(\vec{n} \cdot (X - P) = 0\) — über den Normalvektor

Vorteil der Vektordarstellung: Sie funktioniert auch für senkrechte Geraden (wo \(y = kx + d\) versagt) und lässt sich leicht auf höhere Dimensionen erweitern.

Was kann man mit Geraden machen?

Typische Aufgabenstellungen bei Geraden im R²:

  • Geradengleichung aufstellen: Aus zwei Punkten oder einem Punkt und einem Richtungsvektor
  • Lagebeziehungen: Sind zwei Geraden parallel, identisch oder schneiden sie sich?
  • Schnittwinkel: Unter welchem Winkel treffen sich zwei Geraden?
  • Abstände: Wie weit ist ein Punkt von einer Geraden entfernt?

Zusammenhang der Darstellungen

Der Richtungsvektor \(\vec{r}\) und der Normalvektor \(\vec{n}\) einer Geraden stehen immer senkrecht aufeinander:

Zusammenhang
\(\vec{r} \cdot \vec{n} = 0\)

Wenn \(\vec{r} = \begin{pmatrix} r_1 \\ r_2 \end{pmatrix}\), dann ist z.B. \(\vec{n} = \begin{pmatrix} -r_2 \\ r_1 \end{pmatrix}\) ein Normalvektor.

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